Und wieder gab es eine kleine Radtour. Dieses Jahr aus Gründen einfach mal allein - eine großartige Entscheidung! Abgesehen davon, dass man beim Radeln wunderbar den Kopf frei bekommt, kann man auch einfach so aus Spaß an der Freude spontan die Route umplanen.
Bereits am ersten Tag dachte ich mir, dass ich eigentlich so richtig Lust auf den Hohenzollernradweg bis Tübingen habe und hab meine Tour dadurch um ca. 70 km verlängert. Keine Ahnung, wie die direkte Strecke gewesen wäre, aber ich bin mir sicher, dass es sich gelohnt hat. Schon allein deshalb, weil ich pünktlich zum Gewittereinbruch in Tuttlingen gelandet bin, wo die Stadt mitten im Park eine kleine Zeltwiese für Durchreisende zur Verfügung gestellt hat. Mitten im Donaupark, neben Hängematten und Skaterpark - wunderbar, wie öffentliche Gelder doch genutzt werden können.
Als ich mich am nächsten Tag auf den weiteren Weg nach Mössingen machte, habe ich mich gleich nochmal über das Gewitter gefreut - es bewahrte mich davor, am Vortag weitere 30/40 km in Angriff zu nehmen, die ich bei dem Höhenprofil ziemlich sicher nicht geschafft hätte. Die schwäbische Alb hat es schon in sich, ist aber echt schön.
Leider war das dann erstmal der letzte Sonnentag, bevor ich nach Tübingen in einen verregneten Irrtag geraten bin. Zunächst hörte mitten im Schönbuch auf einmal die Auszeichnung für die Radwege auf und da war ich nun. Mitten im Regen, mitten im Wald und nur eine grobe Ahnung, in welcher Richtung sich Weil im Schönbuch befindet. Nach ca. 2stündiger Irrfahrt, endlos vielen Wegen, die sich im Nichts verloren fand ich den Ausgang zum Wald sogar an der richtigen Stelle und konnte weiter Richtung Böblingen und Sindelfingen radeln. Theoretisch war das Weiterkommen bis kurz vor Pforzheim kein Problem, nur waren irgendwelche irrsinnig lustigen Scherzkekse der Meinung, dass es eine phänomenale Idee sei, die Beschilderung von Radwanderwegen zu manipulieren - ich war kurz vorm Verzweifeln, bis ich nach einem explodierenden Gespräch mit einer wunderbaren Freundin endlich doch den Ausgang fand. Und weiter ging die Irrfahrt. Nach knapp 100 km von denen vermutlich 40 einer Irrfahrt zu verdanken waren, kam ich völlig erledigt aber glücklich am Zeltplatz an.
Der nächste Tag wäre fast schon wieder eine Irrfahrt geworden, aber Pforzheim gestaltete sich (trotz fehlender Radwanderbeschilderung) als verhältnismäßig übersichtlich und nebenbei auch noch wesentlich charmanter als Böblingen/Sindelfingen (nicht so das Riesenproblem aber immerhin). Die weitere Fahrt bis kurz vor Speyer hat sich als ausgesprochen angenehm gestaltet. Nicht zu heiß, nicht zu kalt und wenigstens trocken. In Speyer hab ich mir überlegt, dass es doch eigentlich eine ganz nette Idee wäre, den Rheintalradweg zu nehmen, da ich es bis Frankfurt (140 km) vermutlich ohne zu stressen sowieso nicht an einem Tag schaffe. Also kurzerhand erneut die Route um 50 km verlängert und ab nach Oppenheim. Der dort in der Radwanderkarte verzeichnete Zeltplatz ist leider nur für Campingclubmitglieder - was für ein Dreck. Kein Mensch auf dem Platz, aber Hauptsache Niemand ist exklusiv unter sich. Was diese seltsamen Dinge von Zeltplätzen angeht, die keine sind, werde ich wohl noch eine Mail an den Bielefelder Verlag schreiben, der die ansonsten grandiosen Karten herausgibt. Zum Glück hat der Wirt von dem Restaurant neben dem Zeltplatz uns auf seinem Grundstück übernachten lassen, sodass um 19 Uhr nicht noch weitere 20 km fällig wurden. Ein riesengroßes Danke (auch von den weiteren 5 Radwanderern die dort strandeten. Leider kann ich aufgrund mangelnder Website nicht verlinken - schade.
Der letzte Tag vor der Halbzeit war Rhein, Main und Fähren gewidmet. Die erste Fähre traf ich in Nierstein - süßes kleines Ding. :) Danach alle paar Kilometer wieder eine, bis ich nach 4 Überfahrten, die schon langsam begannen mich zu irritieren (aber was soll man gegen Beschilderung tun) kam ich in Mainz an. Dort erstmal drei Kreise um vier Straßen, bis sich endlich das Schild nach Frankfurt zeigte. Und dann nichts wie los - nur noch 40 Kilometer bis Eva - juhuuuu. Und alles nur am Fluss entlang, der sich wunderschön in Wiesen und Wälder einbettete. In Frankfurt hab ich eigentlich mit der nächsten Irrfahrt durch eine grausame Betonwiese gerechnet aber nein!!! Der Grüne Gürtel zieht sich quer durch die Stadt, beginnt direkt nach der letzten Fährüberfahrt in Höchst und immer schön die Nidda entlang. Man hat sich so gar nicht wie in Frankfurt gefühlt sondern eher idyllisch - wunderbar.
In Frankfurt selbst dann endlich das Treffen mit einer alten Freundin, mit der ich zusammen Abi gemacht hab und die ich vermutlich schon seit 5 Jahren nicht gesehen habe. So wunderbar und die ganze Zeit bei wunderbarstem Wetter. An dem Tag hab ich mir sogar einen kräftigen Sonnenbrand eingefangen, der der einzige für diesen Urlaub bleiben sollte.
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Montag, 22. Juni 2015
Sonntag, 29. Juni 2014
Urlaub könnte immer sein!
Inzwischen ist es schon wieder fast zwei Wochen her, dass wir uns auf unseren Stahlrössern durch Frankreich bewegten. Es war einfach grandios. Insgesamt waren wir 8 Tage nur mit unseren Rädern unterwegs, haben 1037 Kilometer zurückgelegt und etwa 2500 Höhenmeter bezwungen. Fünf weitere Tage haben wir dem Wein- und Speisegenuss gefrönt - und das nicht zu knapp.
Tag 1 Kreuzlingen - Lörach: Ziemlich aufgeregt bepackten wir die Räder. In der Hoffnung nichts wichtiges vergessen zu haben und neugierig radelten wir los. Ursprünglich dachten wir, dank Routenplanung und Fahrradnavi (mit angeblicher Offlinenavigation) gut ausgerüstet zu sein. Nun gut. Bis Basel sollte es kein Problem sein - nur der Rheinroute entlang. Eine wahre Augenweide dieser Fluss.
Bereits bei der ersten Zeltplatzsuche bemerkten wir, wie phänomenal diese Offlinenavigation funktionierte - gar nicht! Die Suche nach dem Zeltplatz bescherte uns gute 10 km Umweg und lockere 2 Stunden Nervsuche, bis wir endlich gerade noch im Hellen unser Lager aufschlagen konnten.
Tag 2 Lörach - Montbéliard: Nun ging es auf Richtung Frankreich. Auch hier mit eher nicht funktionierender Routenplanung, dafür aber einem weiteren Gerät, was zumindest die Wegführung etwas klarer machte. Mit dessen Hilfe schafften wir es letztendlich auch, unser Ziel (Marseille) zu erreichen. Die Strecke am Rhein-Rhône-Kanal war wunderschön flach und führte uns immer am Kanal entlang durch wunderschöne Waldstückchen. Die ursprüngliche Annahme war, dass es ja wohl kein Problem sein könne entlang der Eurovelo6 einen Zeltplatz zu finden - Pustekuchen. Nach einiger Suche und erneuten 14 km Umweg (außerdem noch 3 Berge weiter) fanden wir einen kleinen und charmanten Zeltplatz.
Tag 3 Montbéliard - Besançon: Der einzige etwas verregnete Tag, aber so eine kleine Erfrischung war irgendwie schon fast willkommen. Aufgrund des Regens fuhren wir nur eine etwas kleinere Etappe, und gingen relativ früh schlafen. Inzwischen spürten wir die Anstrengung etwas und beschlossen, nach der Etappe nach Chalon einen Ruhetag einzulegen.
Tag 4 Besançon - Chalon sur Saône: Ab jetzt bewegten wir uns stetig Richtung Süden und der Wind kam uns dabei schon begeistert entgegen. Viele kleine und hübsche alte Dörfer lagen immer wieder auf dem Weg. Auf der Landstraße zu fahren hat durchaus seinen eingenen Reiz. In den Pausen bereiteten wir uns ab jetzt nicht mehr die (auch sehr leckeren) Suppen, die wir mitgenommen hatten sondern kehrten in kleinen Imbissen ein und genossen die Vielfalt von Käse und Gebäck. In Chalon angekommen trafen wir einen Zeltplatz an, der tatsächlich SEHR schön war. Unglaublich sauber, eine relativ große Zeltwiese, kostenloses WLAN und direkt am Fluss.
Tag 5 Pause und Essen: Eigentlich sind wir nur ein wenig durch die Stadt gegangen, kehrten in einem kleinen aber wirklich guten Restaurant ein und liesen uns die Sonne auf die Pelze scheinen - Erholung und Vorfreude auf den Rest der Tour.
Tag 6 Chalon sur Saône - Villefranche sur Saône (kurz vor Lyon): Ab jetzt ging es nur noch direkt Richtung Süden. Eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Sie begann mit einer Tour, die direkt auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke entlangführte und änderte sich plötzlich in absolute Hügellandschaft. In einer scharfen Kurve fiel mir mein voll bepacktes Rad auf den Oberschenkel - autsch und quetsch. Der Rest der Tour war zwar schön aber doch auch recht schmerzhaft, weshalb wir es dann doch nicht mehr bis Lyon geschafft haben, sondern kurz vorher einen Campingplatz suchten. Das schmerzbedingte langsame Vorrankommen bescherte uns aber dafür eine recht ausgedehnte Mittagspause mit unglaublich vielen tollen Leckereinen. So langsam wurde das Schlemmern des Urlaubs eingeläutet.
Tag 7 Villefranche sur Saône - Tournon sur Rhône: Ein sehr gemütlicher Flussradeltag mit relativ wenig Landstraße und sehr vielen schönen Weingebieten. Die Schmerzen vom Vortag waren schon fast wieder weg und der Radwandergenuss nach einigen Meinungsverschiedenheiten auch wieder da. Hauptsache Spaß und so direkt am Wasser mit derartig großen Flüssen ist das fast schon garantiert.
Tag 8 Tournon sur Rhône - Mondragon (kurz vor Avignon): Der vorletzte Tag und so langsam begannen die Hintern zu schmerzen. Das Ziel rückte näher und eigentlich wollten wir nur noch ins Meer. Immernoch eine sehr schöne Strecke, die aufgrund ausgedehnter Anbaugebiete die Lust auf Wein enorm fördert.
Tag 9 Mondragon - Martigues: Der Endspurt. Wir wurden auf einmal schneller, die Kilometer flogen nur so an uns vorbei und wir rechneten jeden Moment damit, endlich das Meer sehen zu können. Nur hatten wir diese Rechnung ohne die Rhône-Alpen gemacht. 30 Kilometer vorm errechneten Ziel bauten sich recht gemeine Berge auf und kaum hatten wir einen bezwungen sahen wir den nächsten schon wieder vor uns - und das obwohl wir schon 100 km in den Beinen hatten. Aber egal, wir hofften eigentlich noch an diesem Tag ins Meer zu kommen. Aber daraus wurde nichts. 22 Uhr kamen wir an dem Campingplatz an, wo wir bleiben wollten und wurden verjagt - zu spät, die Rezeption hat schon zu. Also auf die Suche nach einem anderen gemacht. Schön war er nicht, aber wir konnten für einen Nacht bleiben.
Tage 10-14: Noch kurz nach Carry le Rouet gefahren, einen Campingplatz gesucht und endlich ans Wasser!!! Ab jetzt nur noch Wein trinken, Käse essen und Krabben zählen. Es war ein Traum. Der Strand war ein Traum! Er hatte nichts von diesem üblichen Einsamer-Sandstrand-Romantik-Dingens aber dafür Felsen, der Badewannenähnlich geformt eine wunderbare Liegefläche bot, Krabben, die direkt vor uns Sonne tankten und unglaublich klares Wasser mit angenehm wenig Menschen drin.
An einem Tag ging es nach Marseille - eine Stadt in der man durchaus leben könnte. Der erste Eindruck: bunt. Viele verschiedene Menschen und vor allem in kulinarischer Hinsicht betörend marokkanisch beeinflusst.
Tag 15: Wir hätten auf die Zeichen hören sollen. Erst regnet es derart in Strömen, dass wir uns richtig hätten zwingen müssen, die Räder zu besteigen und nach Marseille zu fahren, dann wird bei der französischen Bahn gestreikt und unser Zug fuhr nicht. Eine durchaus angenehme Lösung wäre gewesen: einfach da bleiben. Ging leider nicht, also fuhren wir nach Gewitterende doch noch die letzten 30 km des Urlaubs und nahmen einen anderen Zug, um im Anschlusszug trotz Sitzplatzreservierung in akrobatischer Manier unsere Räder im Türbereich des Zuges zu positionieren. Letztendlich verpassten wir den letzten Zug nach Konstanz und verlängerten unfreiwillig um einen weiteren Tag im Zelt.
Fazit: Jeder Tag hatte seine eigenen miesen Tücken. Unterm Strich war es einfach phantastisch! Urlaub sollte immer sein! Ich will vom Krabbenzählen und Käseessen leben können.
Tag 1 Kreuzlingen - Lörach: Ziemlich aufgeregt bepackten wir die Räder. In der Hoffnung nichts wichtiges vergessen zu haben und neugierig radelten wir los. Ursprünglich dachten wir, dank Routenplanung und Fahrradnavi (mit angeblicher Offlinenavigation) gut ausgerüstet zu sein. Nun gut. Bis Basel sollte es kein Problem sein - nur der Rheinroute entlang. Eine wahre Augenweide dieser Fluss.Bereits bei der ersten Zeltplatzsuche bemerkten wir, wie phänomenal diese Offlinenavigation funktionierte - gar nicht! Die Suche nach dem Zeltplatz bescherte uns gute 10 km Umweg und lockere 2 Stunden Nervsuche, bis wir endlich gerade noch im Hellen unser Lager aufschlagen konnten.
Tag 2 Lörach - Montbéliard: Nun ging es auf Richtung Frankreich. Auch hier mit eher nicht funktionierender Routenplanung, dafür aber einem weiteren Gerät, was zumindest die Wegführung etwas klarer machte. Mit dessen Hilfe schafften wir es letztendlich auch, unser Ziel (Marseille) zu erreichen. Die Strecke am Rhein-Rhône-Kanal war wunderschön flach und führte uns immer am Kanal entlang durch wunderschöne Waldstückchen. Die ursprüngliche Annahme war, dass es ja wohl kein Problem sein könne entlang der Eurovelo6 einen Zeltplatz zu finden - Pustekuchen. Nach einiger Suche und erneuten 14 km Umweg (außerdem noch 3 Berge weiter) fanden wir einen kleinen und charmanten Zeltplatz.
Tag 3 Montbéliard - Besançon: Der einzige etwas verregnete Tag, aber so eine kleine Erfrischung war irgendwie schon fast willkommen. Aufgrund des Regens fuhren wir nur eine etwas kleinere Etappe, und gingen relativ früh schlafen. Inzwischen spürten wir die Anstrengung etwas und beschlossen, nach der Etappe nach Chalon einen Ruhetag einzulegen.
Tag 4 Besançon - Chalon sur Saône: Ab jetzt bewegten wir uns stetig Richtung Süden und der Wind kam uns dabei schon begeistert entgegen. Viele kleine und hübsche alte Dörfer lagen immer wieder auf dem Weg. Auf der Landstraße zu fahren hat durchaus seinen eingenen Reiz. In den Pausen bereiteten wir uns ab jetzt nicht mehr die (auch sehr leckeren) Suppen, die wir mitgenommen hatten sondern kehrten in kleinen Imbissen ein und genossen die Vielfalt von Käse und Gebäck. In Chalon angekommen trafen wir einen Zeltplatz an, der tatsächlich SEHR schön war. Unglaublich sauber, eine relativ große Zeltwiese, kostenloses WLAN und direkt am Fluss.Tag 5 Pause und Essen: Eigentlich sind wir nur ein wenig durch die Stadt gegangen, kehrten in einem kleinen aber wirklich guten Restaurant ein und liesen uns die Sonne auf die Pelze scheinen - Erholung und Vorfreude auf den Rest der Tour.
Tag 6 Chalon sur Saône - Villefranche sur Saône (kurz vor Lyon): Ab jetzt ging es nur noch direkt Richtung Süden. Eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Sie begann mit einer Tour, die direkt auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke entlangführte und änderte sich plötzlich in absolute Hügellandschaft. In einer scharfen Kurve fiel mir mein voll bepacktes Rad auf den Oberschenkel - autsch und quetsch. Der Rest der Tour war zwar schön aber doch auch recht schmerzhaft, weshalb wir es dann doch nicht mehr bis Lyon geschafft haben, sondern kurz vorher einen Campingplatz suchten. Das schmerzbedingte langsame Vorrankommen bescherte uns aber dafür eine recht ausgedehnte Mittagspause mit unglaublich vielen tollen Leckereinen. So langsam wurde das Schlemmern des Urlaubs eingeläutet.
Tag 7 Villefranche sur Saône - Tournon sur Rhône: Ein sehr gemütlicher Flussradeltag mit relativ wenig Landstraße und sehr vielen schönen Weingebieten. Die Schmerzen vom Vortag waren schon fast wieder weg und der Radwandergenuss nach einigen Meinungsverschiedenheiten auch wieder da. Hauptsache Spaß und so direkt am Wasser mit derartig großen Flüssen ist das fast schon garantiert.
Tag 8 Tournon sur Rhône - Mondragon (kurz vor Avignon): Der vorletzte Tag und so langsam begannen die Hintern zu schmerzen. Das Ziel rückte näher und eigentlich wollten wir nur noch ins Meer. Immernoch eine sehr schöne Strecke, die aufgrund ausgedehnter Anbaugebiete die Lust auf Wein enorm fördert.
Tag 9 Mondragon - Martigues: Der Endspurt. Wir wurden auf einmal schneller, die Kilometer flogen nur so an uns vorbei und wir rechneten jeden Moment damit, endlich das Meer sehen zu können. Nur hatten wir diese Rechnung ohne die Rhône-Alpen gemacht. 30 Kilometer vorm errechneten Ziel bauten sich recht gemeine Berge auf und kaum hatten wir einen bezwungen sahen wir den nächsten schon wieder vor uns - und das obwohl wir schon 100 km in den Beinen hatten. Aber egal, wir hofften eigentlich noch an diesem Tag ins Meer zu kommen. Aber daraus wurde nichts. 22 Uhr kamen wir an dem Campingplatz an, wo wir bleiben wollten und wurden verjagt - zu spät, die Rezeption hat schon zu. Also auf die Suche nach einem anderen gemacht. Schön war er nicht, aber wir konnten für einen Nacht bleiben.Tage 10-14: Noch kurz nach Carry le Rouet gefahren, einen Campingplatz gesucht und endlich ans Wasser!!! Ab jetzt nur noch Wein trinken, Käse essen und Krabben zählen. Es war ein Traum. Der Strand war ein Traum! Er hatte nichts von diesem üblichen Einsamer-Sandstrand-Romantik-Dingens aber dafür Felsen, der Badewannenähnlich geformt eine wunderbare Liegefläche bot, Krabben, die direkt vor uns Sonne tankten und unglaublich klares Wasser mit angenehm wenig Menschen drin.
An einem Tag ging es nach Marseille - eine Stadt in der man durchaus leben könnte. Der erste Eindruck: bunt. Viele verschiedene Menschen und vor allem in kulinarischer Hinsicht betörend marokkanisch beeinflusst.
Tag 15: Wir hätten auf die Zeichen hören sollen. Erst regnet es derart in Strömen, dass wir uns richtig hätten zwingen müssen, die Räder zu besteigen und nach Marseille zu fahren, dann wird bei der französischen Bahn gestreikt und unser Zug fuhr nicht. Eine durchaus angenehme Lösung wäre gewesen: einfach da bleiben. Ging leider nicht, also fuhren wir nach Gewitterende doch noch die letzten 30 km des Urlaubs und nahmen einen anderen Zug, um im Anschlusszug trotz Sitzplatzreservierung in akrobatischer Manier unsere Räder im Türbereich des Zuges zu positionieren. Letztendlich verpassten wir den letzten Zug nach Konstanz und verlängerten unfreiwillig um einen weiteren Tag im Zelt.
Fazit: Jeder Tag hatte seine eigenen miesen Tücken. Unterm Strich war es einfach phantastisch! Urlaub sollte immer sein! Ich will vom Krabbenzählen und Käseessen leben können.
Samstag, 31. Mai 2014
Vorfreude
Fast hätte ich geschrieben, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, wann ich eine derartige Vorfreude empfunden habe, aber ich bin offensichtlich verdammt vergesslich. So lang ist es noch gar nicht her, freute ich mich doch erst zu Beginn diesen Jahres auf den Umzug und Zusammenzug mit meinem Freund, der mich zu einem #hach-Sturm veranlasste.
Nun ist es endlich soweit und der erste richtige Urlaub seit Jahren steht an. Das letzte Mal war ich kurz nach dem Abi im Urlaub und das ist mittlerweile gute 10 Jahre her (verdammt...). Alle anderen Reisen hatten Ausbildungsziele und dienten aufgrund von erheblichem Lernaufwand und Forschungstätigkeit allem aber mit Sicherheit nicht der Entspannung.
Nun sind es nur noch 2 Tage und es geht endlich wieder los. Ganze zwei Wochen habe ich nichts zu tun, als mit meinem Freund das Leben zu genießen und gemütlich in die Pedale zu treten. Die erste Etappe wird wohl etwas weiter, ist dafür aber auch sehr schön und flach. In 10 Tagen wollen wir mit unseren frisch erstandenen Stahlrössern nach Marseille fahren. Wenn es schneller geht, haben wir mehr Zeit in Marseille, wenn es länger dauert weniger. Ist aber auch völlig egal, denn die Zeit wird reichen und die Rückfahrt ist (leider) auch schon gesichert.
Der erste Urlaub seit 10 Jahren, ich krieg mich kaum wieder ein. Eine unglaubliche Vorfreude, ich wünschte, ihr könntet sie spüren.
Nun ist es endlich soweit und der erste richtige Urlaub seit Jahren steht an. Das letzte Mal war ich kurz nach dem Abi im Urlaub und das ist mittlerweile gute 10 Jahre her (verdammt...). Alle anderen Reisen hatten Ausbildungsziele und dienten aufgrund von erheblichem Lernaufwand und Forschungstätigkeit allem aber mit Sicherheit nicht der Entspannung.
Nun sind es nur noch 2 Tage und es geht endlich wieder los. Ganze zwei Wochen habe ich nichts zu tun, als mit meinem Freund das Leben zu genießen und gemütlich in die Pedale zu treten. Die erste Etappe wird wohl etwas weiter, ist dafür aber auch sehr schön und flach. In 10 Tagen wollen wir mit unseren frisch erstandenen Stahlrössern nach Marseille fahren. Wenn es schneller geht, haben wir mehr Zeit in Marseille, wenn es länger dauert weniger. Ist aber auch völlig egal, denn die Zeit wird reichen und die Rückfahrt ist (leider) auch schon gesichert.
Der erste Urlaub seit 10 Jahren, ich krieg mich kaum wieder ein. Eine unglaubliche Vorfreude, ich wünschte, ihr könntet sie spüren.
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