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Montag, 22. Juni 2015

Emotionsdingens

Schon ewig hab ich nichts mehr geschrieben. Das hat mehrere Gründe. Zum Einen war alles viel zu verworren, um es zu schreiben und zum anderen waren die Prozesse, mit denen alles zusammenhing noch nicht abgeschlossen. Ich wollte einfach nicht aufgeben.

Meine Beziehung ist in den letzten Monaten in die Brüche gegangen und das war ein langer Prozess von vielen Missverständnissen und verdammt viel Schmerz. Gleichzeitig dazu hab ich mich auch noch in einen Mann verliebt, bei dem ich mir ganz lang nicht sicher war, ob da nur die Hormone Samba tanzen oder ich mich tatsächlich gerade verliebe. Beides hat nicht wirklich etwas miteinander zu tun, ist aber gleichzeitig passiert. Nachdem die letzten Monate davon geprägt waren, die Beziehung zu verarbeiten - fünf verdammt schöne Jahre, deren Schönheit in einer Art Turbo auf einmal völlig gekippt ist - bin ich nun damit beschäftigt, mich neu zu verorten. Wo bin ich eigentlich, will ich gerade irgendwo anders hin und wenn ja, was oder wo ist das? Dabei handelt es sich eigentlich nicht wirklich um Orte im Räumlichen Sinne, sonder um Orte in mir.

Die Beziehung war offen, vieles war möglich, verlieben war eigentlich nie ein Tabu. Ob das nun wirklich so war oder nur in der Theorie - keine Ahnung.
Dass die Beziehung in eine Schieflage geraten ist, habe ich schon gemerkt, aber ich war nicht im Mindesten gewillt, diese Schönheit aufzugeben und hab mich damit recht lang sehr gequält. Dieser Prozess der Quälerei war zwar verdammt hart und schmerzhaft, hat aber sehr geholfen, dann die eigentliche Trennung zu verdauen. Inzwischen ist zumindest in dieser Hinsicht alles einigermaßen gut, so wie es halt ist. Schön ist etwas anderes, aber es ist OK. Und eigentlich wöllte ich es auch gar nicht mehr anders.

Anders sieht es dabei bei dem Mann aus, in den ich mich verliebt habe. Er hat keine Ahnung, dass ich mich tatsächlich verliebt habe und ich bekomm es auch nicht auf die Reihe, das zu kommunizieren. Das hat mehrere Gründe. Zum Einen gibt es ja die Möglichkeit, dass ich da mit meinen Gefühlen nicht auf Gegenliebe stoße und an der Stelle möchte ich nichts kaputt machen, was sich eigentlich gerade gut anfühlt. Auf der anderen Seite habe ich auch nicht die geringste Lust, jetzt den Turbo anzuwerfen. Ich will mich nicht gleich in die nächste Beziehung stürzen und habe eigentlich auch gerade ziemlich Lust, mich als Single erstmal wiederzufinden.

Was ich da jetzt mit diesem Chaos in mir anfange? Keine Ahnung. Ich sollte einfach mehr Fahrrad fahren - das hilft enorm.

Montag, 15. Dezember 2014

Streben nach mehr

Was soll diese Erwartung, die viele an eine glückliche Beziehung haben? Wieso soll man mit dem Partner eins werden und sich vollständig im anderen sehen? Wieso sollte das Ego im Wir kleiner werden?

Ich höre so häufig, dass Menschen unglücklich in ihrer Situation sind, weil sie mit ihrem Partner nicht alles teilen können. Entweder fehlt ein freundschaftlicher Teil, oder es fehlt ein Funken Leidenschaft oder ein bestimmter Humor. Manchmal ist es einfach nur der Spaß an einer Bestimmten Musikrichtung oder einem Hobby. Viele haben einfach die Erwartung, im Partner das eigene Leben finden zu müssen oder auch andersrum. Und wenn das dann doch nicht so passt, wird entweder am eigenen Leben oder am Gegenüber solange herumgebogen, bis es scheinbar passt. Und dann wundert man sich, dass alles auf einmal derart glatt ist, dass es nur noch so durch die Finger flutscht - und weg ist es.

Da müht man sich ewig ab, um Perfektion zu erlangen und hinterfragt nicht ein einziges Mal, warum denn eigentlich. Wieso sollte man nach Perfektion in der Partnerschaft streben? Wieso überhaupt dieses Streben nach Vollkommenheit? Was ist falsch daran, wenn es Reibungspunkte gibt - egal ob in der Partnerschaft oder sonstwo im Leben. Ich glaube nicht an Perfektion, wenn es um Zwischenmenschlichkeit geht und finde Menschen die sich auf diese Art darstellen im besten Fall langweilig.
Ich frage mich, wieso ständig nach Verbesserung gestrebt wird und kann mich da noch nicht einmal wirklich ausnehmen. Wenn ich in einer Situation zufrieden bin, dann ist das super so, egal was andere denken. Wenn das soziale Umfeld (zumindest in Teilen) der Meinung ist, man sollte in irgendeinem Teil des Lebens den "nächsten Schritt" tun um wirkliches Glück zu erreichen, frage ich mich warum. Was ist der nächste Schritt und warum sollte er mir irgendetwas positives bringen, wenn ich doch in der aktuellen Situation absolut glücklich bin? Wenn hingegen irgendetwas interessant und spannend ist, hat es keinen wirklichen Sinn in der aktuellen Position zu verharren aus Angst etwas zu verlieren. Aber nur um "weiterzukommen"? Wohin denn?

Montag, 17. November 2014

Wunderbar


Ich bin einfach nur begeistert von den Menschen, die ich in meinem Leben habe! Sie sind phantastisch.

Es hat recht lang gedauert, dass ich in Konstanz Freunde gefunden habe – eigentlich sogar fast zwei Jahre. Das ist zum einen der Situation zuzurechnen, dass ich nach meinem Studium ohne Anstellung in eine neue Stadt gezogen bin, zum anderen aber auch der Tatsache, dass ich Mühe habe, selbst auf Menschen zuzugehen, die mir sympathisch sind.

Es gibt dann Personen, die ich spontan ins Herz schließe und von denen ich mir sehr sicher bin, dass sie wunderbar sind – bei denen ich aber dann Angst habe, dass dies nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

Im letzten halben Jahr habe ich ausgehend von Arbeitsbekanntschaften einige dieser Menschen etwas kennengelernt und auch weitere sind hinzugekommen. 
Auf einmal finde ich mich in der Situation, dass ich (abgesehen davon, dass auch sonst der Tag viel zu wenig Stunden hat) Probleme habe, meine Zeit einzuteilen – da sind so viele faszinierende Charaktere.

Es sind Freundschaften entstanden, die mir so unglaublich viel geben und die mich unglaublich bewegen. Es sind Personen dabei, über die ich eigentlich kaum etwas sagen kann, die ich trotzdem sehr schätze und mag. Es sind Menschen dabei, mit denen ich schon wunderbare Abende verbracht habe und über alles möglich gesprochen habe. Es sind Charaktere dabei, die sich selbst erst sehr langsam öffnen und es sind Menschen dabei, die ihr Selbst fast direkt auf der Zunge tragen.

Ich bin gerade einfach nur unglaublich glücklich über diese Leute in meinem Leben und freue mich über jeden einzelnen. Aus einigen dieser Kontakte werden längere Freundschaften werden, aus einigen nicht. Aber eigentlich ist es auch egal. Jeder dieser Charaktere ist grandios und ich bin glücklich, sie in meinem Leben zu haben.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Laufen

Sollte ich zwischendurch vergessen haben, warum ich das Laufen liebe - hier ist es wieder:
Als ich losgelaufen bin, war die Luft noch sehr feucht und vernebelt. Es war auch so kühl, dass ich mir lieber eine Jacke angezogen habe - führte der Weg doch in den nahegelegenen Wald. Mit einem wunderbarem Tango auf den Ohren ging es also los. Fünf Minuten später war ich von Bäumen umgeben. Laub auf dem Boden, alles recht feucht und verwunschen. Ein paar Meter weiter begann der Nebel sich zu lichten, gleichzeitig auch der Wald und ich hatte vom Seerücken aus eine wunderbare Sicht auf den eingehüllten See. In den nächsten Minuten klarte die Luft immer mehr auf und das Spiel von Licht und Schatten des Waldes gewann minütlich an Intensität. Diese Musik, kombiniert mit dem regelmäßigen Laufschritt und der aufwachenden Natur - das ist Leben!

Zwischenzeitlich wurde es sogar recht warm, die Farben spielten zwischen grün, rot, gelb, braun, gold. Irgendwo in einem Winkel war immer noch ein Nebelwölkchen und Spinnennetze noch ganz taubesetzt. Wenig später kam ich wieder aus dem Wald raus und hatte eine phantastische Sicht auf den inzwischen auch aufgedeckten See. Dieses Erwachen genau in der Abfolge und der Geschwindigkeit live mitzuerleben ist einfach toll. Das ist genau der Grund, weshalb ich laufe und dafür auch mal früher aufstehe - ich liebe es!

Freitag, 17. Oktober 2014

Endpunkte

Es häufen sich in letzter Zeit Abschiede. Letztes Mal schrieb ich über Freunde, die auf Weltreise gehen; heut beschäftigt mich eher der Tod.
Dieses Jahr scheint davon geprägt zu sein, dass (zumindest gefühlt) ganz viele Menschen mehr oder weniger plötzlich sterben. Zu den wenigsten hatte ich einen wirklich engen Bezug, gemocht habe ich die meisten dennoch.

Es macht mich traurig, dass bei sympathischen Menschen nie wieder Kontakt aufnehmen kann und dieses definitive NIE erschließt sich mir auch nicht wirklich. Es ist ein Unterschied, ob man nie wieder will oder nie wieder kann. Es ist auch ein Unterschied, ob man wie bei einer Weltreise ein nie wieder vermutet oder weiß, dass es aus ganz physischen Gründen nie wieder geht.

Ich frage mich, warum ich so ein Problem mit dem Tod von Menschen habe, auch wenn diese mir wirklich nah standen. Es berührt mich sehr tief, wenn Menschen, die ich mag sterben - egal wie eng die Bindung wirklich ist. Ich kann diese Tode nicht begreifen - egal ob die Person freiwillig starb oder nicht.

Eigentlich komme ich mit Endpunkten zurecht - nicht unbedingt gut, aber mit Scheitern und Sonstigem kann ich umgehen. Der Tod ist aber weder eine Krankheit, mit der man umgehen kann, noch ist er tatsächlich ein Scheitern. Er ist ein Endpunkt, nach dem nichts mehr kommt, an dem auch nichts mehr anbauen kann, den man einfach so nehmen muss, wie er ist - ein Teil des Lebens.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Gesellschaftliche Strukturen als Abbild der Gesellschaft?

Ich habe in letzter Zeit immer stärker ein Problem mit klaren Strukturen. Sie sollen ein Gerüst der Gesellschaft bilden und verfehlen dabei häufig deren Abbildung.

Nehmen wir das Beispiel der Geschlechterordnung. Es ist relativ klar, was Mann/Frau im Leben zu tun hat und wie man sich zu verhalten hat. Frauen haben sich zu zieren und zu verzieren, wohingegen dies bei Männern gar nicht geht. Männer haben eine Frau zu erobern, eine Frau gibt sich dem Herren hin. Alles in allem malt das Gendermainstreaming eher passive Frauen und aktive Männer. Natürlich gilt dieses Rollenbild inzwischen in der offenen Kommunikation inzwischen als überholt, allerdings ist es implizit immernoch sehr stark.
Abgesehen davon, dass eine solch vereinfachte Zuschreibung den Menschen nicht gerecht wird, kann man die Gesellschaft nicht einfach in zwei Gruppen teilen. Viele Menschen können diesem Rollenbild schon allein aufgrund ihrer sexuellen Orientierung nicht nachkommen und warum sollten sie auch? Was ist denn, wenn ein Mann das Bedürfnis hat, sich zu schmücken? Wieso geht dieses Vorschreiben von Verhaltensweisen so weit, dass Frauen öffentlich beleidigt werden, wenn sie es wagen sich nicht die Achseln zu rasieren? Was geht das irgendjemanden an??? Was wenn sich jemand entlang dieser Dichotomie einfach nicht einordnen kann? Es gibt so unendlich viele Menschen, die sich nicht klar in eine Richtung einordnen lassen und das ist gut so.

Binäre Muster sind wunderbar einfach und erleichtern eine gesellschaftswissenschaftliche Analyse ungemein. Allerdings ist das zu kurz gedacht. Als Ethnologin war ich häufig froh, solch einfache Muster zu entdecken, an denen ich mich vorerst entlanghangeln konnte und an denen ich einen Einstieg finden konnte aber je tiefer man in eine Gesellschaft schaut, desto sichtbarer wird, dass diese Muster nicht wirklich gelebt werden können. Der Mensch und Gesellschaft selbst ist dafür einfach zu komplex. Dennoch existieren diese Strukturen und Muster seit Ewigkeiten in der Gesellschaftlichen Ordnung. Ich frage mich wieso? Sie bilden ein Wertemuster und vermutlich ist es für viele Menschen gut, eine solche Werteorientierung zu haben. Sie gibt Halt und suggeriert Sicherheit. Solange Mensch sich in ein solches Muster einordnen lässt, scheint das ja auch alles in Ordnung zu sein. Schwierig wird es dann, wenn Menschen daraus ausbrechen - ob beabsichtigt oder nicht. Dann werden Grenzen überschritten und es kommt zu Verletzungen. Häufig führen solche Grenzübertritte sogar dazu, dass den Betroffenen  ihre gesamte Menschlichkeit aberkannt wird. Das darf so nicht sein!

Auch wenn solche Genderrollen schon häufig reflektiert wurden, so werden sie dennoch immer wieder reproduziert und auch ich tue das. So sehr ich dieses Gendermainstreaming auch in Frage stelle - ich komme selbst nicht wirklich umhin in dieser bipolaren Opposition von Mann und Frau zu denken. Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Realität wesentlich vielfältiger ist. Allerdings besteht das eigene Denken unter anderem aus der eigenen Sozialisierung und diese impliziert ein bipolares Geschlechterbild. Es verwirrt mich, dass ich mein eigenes Denken nicht durchbrechen kann und gleichzeitig gibt es viele Situationen in denen ich dankbar für einfache Verhaltensmuster bin.

Freitag, 3. Oktober 2014

Abschiede

Es gibt Menschen in meinem Leben, die ich sehr in mein Herz geschlossen habe, die allerdings in verdammt naher Zukunft ihr Leben an völlig anderen Orten weiterleben werden und damit als Beiprodukt mein Leben verlassen werden.
Es fühlt sich verdammt komisch an, zu wissen, dass ich diese Menschen vermutlich nur noch 2-3 mal sieht, bevor sich alles Weitere ins Ungewisse verschiebt.

Es fühlt sich auch sehr komisch an zu wissen, dass sich das eigene Leben damit um verschiedene Dinge verändert, ich da aber absolut keine Einflussmöglichkeiten habe. Es gibt Momente und Menschen, an denen möchte ich einfach festhalten - es ist einfach zu toll. Auf der anderen Seite gehören genau diese Menschen einfach ins Freie und wer weiß, welche Möglichkeiten des Wiedersehens sich vielleicht doch noch ergeben.

Die Person, die geht hat erfahrungsgemäß so viel mit Gehen zu tun, dass solche Gedankenkarusselle bezüglich des Wiedersehens mit lieben Leuten weniger entstehen. Das ist auch gut so, sonst würde man vermutlich nie gehen. Außerdem agiert man bei Reisevorbereitungen selbst und entscheidet aktiv, dass das Leben sich ändern soll und springt ins Ungewisse.

Irgendwie ist das alles gerade echt viel - viele Abschiede, sehr liebe gehende Freunde, viele Veränderungen. Es sind nur noch ein paar Wochen, dann sind alle geplanten Abschiede über die Bühne gegangen. Neben diesem seltsamen Gefühl, dass sich gerade wichtige Teile meines Lebens von mir verabschieden bleibt auch die Freude und die eigene angestachelte Unternehmungslust.

Wenn ihr alle irgendwo auf diesem Planeten verstreut seid, so sollte ich doch wenigstens einen länger gültigen Reisepass haben, um euch zu besuchen. Also: Termin in der Botschaft machen, Pass verlängern und dann mal schauen, wann und wo ich euch wiedersehe.

Macht's gut, passt auf euch auf und lebt aus den Vollen!

Sonntag, 21. September 2014

Zwischenmenschliches

Eine gute Freundin hat mir heut bei einem sehr schönen Gespräch gesagt, dass ich gelegentlich mit meinen Äußerungen ziemlich daneben liege, mir das aber in bestimmten Situationen von Freunden nachzusehen sei, denn man kennt mich ja und kann den Kontext bewerten.

Es ging um eine Situation, in der ich aufgrund von viel Arbeit und sonstigem Nachgedenke sozial nicht mehr wirklich aufnahmefähig war. Dass das gelegentlich passiert weiß ich und ich bin verdammt froh, dass meine Freunde das zu bewerten wissen. Auch ich bin wie sie der Meinung, dass Freunde genau dafür da sind, Situationen in denen jemand nicht mehr wirklich gut steuern kann als genau solche zu bewerten und über kommunikatorische Ausfälle gegebenenfalls hinwegzusehen. Allerdings habe ich mich auch gefragt, was genau solche Situationen, in denen man über Äußerungen und Ausfälle hinwegsehen kann von solchen unterscheidet, in denen das eben nicht geht.

Zum Einen kann ich bei Menschen die ich nicht besonders gut kenne, allerdings prinzipiell irgendwie mag recht lang über solche Dinge hinwegsehen. Man kann eben noch nicht bewerten, ob dieser Mensch prinzipiell unaufmerksam ist oder ob es sich gerade um eine Phase handelt, die mir unbekannten Ursachen geschuldet ist. Sicher ist auch da irgendwann Schluss, aber solang ich Personen nicht einschätzen kann, halte ich mich damit auch zurück.

Gleichzeitig kann ich im Bewerten von Situationen bei Menschen die mir wahnsinnig wichtig sind ein unsäglicher Krümelkacker und Prinzipienreiter sein.

Ich habe noch nicht ganz herausgefunden, welcher Logik diese Bewertungen folgen. Zum Einen gibt es Punkte, bei denen ich immer und jedem Menschen gegenüber empfindlich reagiere: Offensichtliche Diskriminierung und Exklusion ist ein echter Painpoint. Wer anderen Personen oder Personengruppen ihre Menschlichkeit aberkennt braucht von meiner Seite aus nicht mehr mit Höflichkeit zu rechnen. Das sind jedoch ziemlich klare Dinge, die meiner Meinung nach auch keiner Weiteren Erläuterung bedürfen.

Schwieriger und irgendwie interessanter finde ich, dass ich je näher mir Menschen stehen, desto unnachgiebiger zu werden scheine. Auch scheine ich mit steigender Nähe mehr vorrauszusetzen. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass ich diese Menschen relativ gut kenne und Situationen bewerten kann und auch bewerte. In solchen reflexiven Momenten kann widerum alles in seinem jeweiligen Kontext verständlich gemacht werden.

Am Ende bleibt ein Widerspruch, an dem ich mich immer wieder ziemlich abarbeite und über dessen Entstehung und Dasein ich noch ein wenig nachdenken muss.

Sonntag, 10. August 2014

Quantifizierung des Lebens

Messbare Größen sind ja manchmal etwas sehr praktisches. Irgendwie weiß man, woran man ist und kann vieles leichter abschätzen. Schwierig wird es nur  dann, wenn das Leben fast ausschließlich aus Zahlen zu bestehen beginnt.

Da wird begonnen, das komplette Leben auszumessen. Als wenn es nicht ausreicht, dass die Zeit des Broterwerbs ständig gegengerechnet wird, fängt man an, auch die Freizeit durchzukalkulieren und einem Erfolgszwang zu unterwerfen.

In diesem Mechanismus wird jede Freizeitaktivität und jedes Hobby unter die Berechnung eines bestimmten Zieles gestellt. Ob das Ziel dabei ein bestimmtes Gewicht, eine bestimmte sportliche Leistung oder irgendeine andere messbare Größe ist, ist meiner Meinung nach vollkommen egal. Solange man das Ziel an sich verfolgt und auch völlig unverbissen vom Plan abweichen kann ist alles in Ordnung. Wenn man aber beginnt, das gesamte Leben nur noch nach Kalorien, Kilometern, Kilogramm, bewältigte Aufgaben, erreichbare Fortschritte auszurichten gehen vermutlich viele Dinge verloren. Wenn ich alles durchzähle bleibt leider recht wenig Raum, einfach mal unvoreingenommen zu genießen.

Ein echter Verlust, wie ich finde.

Sonntag, 29. Juni 2014

Urlaub könnte immer sein!

Inzwischen ist es schon wieder fast zwei Wochen her, dass wir uns auf unseren Stahlrössern durch Frankreich bewegten. Es war einfach grandios. Insgesamt waren wir 8 Tage nur mit unseren Rädern unterwegs, haben 1037 Kilometer zurückgelegt und etwa 2500 Höhenmeter bezwungen. Fünf weitere Tage haben wir dem Wein- und Speisegenuss gefrönt - und das nicht zu knapp.

Tag 1 Kreuzlingen - Lörach: Ziemlich aufgeregt bepackten wir die Räder. In der Hoffnung nichts wichtiges vergessen zu haben und neugierig radelten wir los. Ursprünglich dachten wir, dank Routenplanung und Fahrradnavi (mit angeblicher Offlinenavigation) gut ausgerüstet zu sein. Nun gut. Bis Basel sollte es kein Problem sein - nur der Rheinroute entlang. Eine wahre Augenweide dieser Fluss.
Bereits bei der ersten Zeltplatzsuche bemerkten wir, wie phänomenal diese Offlinenavigation funktionierte - gar nicht! Die Suche nach dem Zeltplatz bescherte uns gute 10 km Umweg und lockere 2 Stunden Nervsuche, bis wir endlich gerade noch im Hellen unser Lager aufschlagen konnten.

Tag 2 Lörach - Montbéliard: Nun ging es auf Richtung Frankreich. Auch hier mit eher nicht funktionierender Routenplanung, dafür aber einem weiteren Gerät, was zumindest die Wegführung etwas klarer machte. Mit dessen Hilfe schafften wir es letztendlich auch, unser Ziel (Marseille) zu erreichen. Die Strecke am Rhein-Rhône-Kanal war wunderschön flach und führte uns immer am Kanal entlang durch wunderschöne Waldstückchen. Die ursprüngliche Annahme war, dass es ja wohl kein Problem sein könne entlang der Eurovelo6 einen Zeltplatz zu finden - Pustekuchen. Nach einiger Suche und erneuten 14 km Umweg (außerdem noch 3 Berge weiter) fanden wir einen kleinen und charmanten Zeltplatz.

Tag 3 Montbéliard - Besançon: Der einzige etwas verregnete Tag, aber so eine kleine Erfrischung war irgendwie schon fast willkommen. Aufgrund des Regens fuhren wir nur eine etwas kleinere Etappe, und gingen relativ früh schlafen. Inzwischen spürten wir die Anstrengung etwas und beschlossen, nach der Etappe nach Chalon einen Ruhetag einzulegen.

Tag 4 Besançon - Chalon sur Saône: Ab jetzt bewegten wir uns stetig Richtung Süden und der Wind kam uns dabei schon begeistert entgegen. Viele kleine und hübsche alte Dörfer lagen immer wieder auf dem Weg. Auf der Landstraße zu fahren hat durchaus seinen eingenen Reiz. In den Pausen bereiteten wir uns ab jetzt nicht mehr die (auch sehr leckeren) Suppen, die wir mitgenommen hatten sondern kehrten in kleinen Imbissen ein und genossen die Vielfalt von Käse und Gebäck. In Chalon angekommen trafen wir einen Zeltplatz an, der tatsächlich SEHR schön war. Unglaublich sauber, eine relativ große Zeltwiese, kostenloses WLAN und direkt am Fluss.

Tag 5 Pause und Essen: Eigentlich sind wir nur ein wenig durch die Stadt gegangen, kehrten in einem kleinen aber wirklich guten Restaurant ein und liesen uns die Sonne auf die Pelze scheinen - Erholung und Vorfreude auf den Rest der Tour.

Tag 6 Chalon sur Saône - Villefranche sur Saône (kurz vor Lyon): Ab jetzt ging es nur noch direkt Richtung Süden. Eine sehr abwechslungsreiche Strecke. Sie begann mit einer Tour, die direkt auf einer ehemaligen Eisenbahnstrecke entlangführte und änderte sich plötzlich in absolute Hügellandschaft. In einer scharfen Kurve fiel mir mein voll bepacktes Rad auf den Oberschenkel - autsch und quetsch. Der Rest der Tour war zwar schön aber doch auch recht schmerzhaft, weshalb wir es dann doch nicht mehr bis Lyon geschafft haben, sondern kurz vorher einen Campingplatz suchten. Das schmerzbedingte langsame Vorrankommen bescherte uns aber dafür eine recht ausgedehnte Mittagspause mit unglaublich vielen tollen Leckereinen. So langsam wurde das Schlemmern des Urlaubs eingeläutet.

Tag 7 Villefranche sur Saône - Tournon sur Rhône: Ein sehr gemütlicher Flussradeltag mit relativ wenig Landstraße und sehr vielen schönen Weingebieten. Die Schmerzen vom Vortag waren schon fast wieder weg und der Radwandergenuss nach einigen Meinungsverschiedenheiten auch wieder da. Hauptsache Spaß und so direkt am Wasser mit derartig großen Flüssen ist das fast schon garantiert.

Tag 8 Tournon sur Rhône - Mondragon (kurz vor Avignon): Der vorletzte Tag und so langsam begannen die Hintern zu schmerzen. Das Ziel rückte näher und eigentlich wollten wir nur noch ins Meer. Immernoch eine sehr schöne Strecke, die aufgrund ausgedehnter Anbaugebiete die Lust auf Wein enorm fördert.

Tag 9 Mondragon - Martigues: Der Endspurt. Wir wurden auf einmal schneller, die Kilometer flogen nur so an uns vorbei und wir rechneten jeden Moment damit, endlich das Meer sehen zu können. Nur hatten wir diese Rechnung ohne die Rhône-Alpen gemacht. 30 Kilometer vorm errechneten Ziel bauten sich recht gemeine Berge auf und kaum hatten wir einen bezwungen sahen wir den nächsten schon wieder vor uns - und das obwohl wir schon 100 km in den Beinen hatten. Aber egal, wir hofften eigentlich noch an diesem Tag ins Meer zu kommen. Aber daraus wurde nichts. 22 Uhr kamen wir an dem Campingplatz an, wo wir bleiben wollten und wurden verjagt - zu spät, die Rezeption hat schon zu. Also auf die Suche nach einem anderen gemacht. Schön war er nicht, aber wir konnten für einen Nacht bleiben.

Tage 10-14: Noch kurz nach Carry le Rouet gefahren, einen Campingplatz gesucht und endlich ans Wasser!!! Ab jetzt nur noch Wein trinken, Käse essen und Krabben zählen. Es war ein Traum. Der Strand war ein Traum! Er hatte nichts von diesem üblichen Einsamer-Sandstrand-Romantik-Dingens aber dafür Felsen, der Badewannenähnlich geformt eine wunderbare Liegefläche bot, Krabben, die direkt vor uns Sonne tankten und unglaublich klares Wasser mit angenehm wenig Menschen drin.
An einem Tag ging es nach Marseille - eine Stadt in der man durchaus leben könnte. Der erste Eindruck: bunt. Viele verschiedene Menschen und vor allem in kulinarischer Hinsicht betörend marokkanisch beeinflusst.

Tag 15: Wir hätten auf die Zeichen hören sollen. Erst regnet es derart in Strömen, dass wir uns richtig hätten zwingen müssen, die Räder zu besteigen und nach Marseille zu fahren, dann wird bei der französischen Bahn gestreikt und unser Zug fuhr nicht. Eine durchaus angenehme Lösung wäre gewesen: einfach da bleiben. Ging leider nicht, also fuhren wir nach Gewitterende doch noch die letzten 30 km des Urlaubs und nahmen einen anderen Zug, um im Anschlusszug trotz Sitzplatzreservierung in akrobatischer Manier unsere Räder im Türbereich des Zuges zu positionieren. Letztendlich verpassten wir den letzten Zug nach Konstanz und verlängerten unfreiwillig um einen weiteren Tag im Zelt.

Fazit: Jeder Tag hatte seine eigenen miesen Tücken. Unterm Strich war es einfach phantastisch! Urlaub sollte immer sein! Ich will vom Krabbenzählen und Käseessen leben können.



Samstag, 31. Mai 2014

Vorfreude

Fast hätte ich geschrieben, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, wann ich eine derartige Vorfreude empfunden habe, aber ich bin offensichtlich verdammt vergesslich. So lang ist es noch gar nicht her, freute ich mich doch erst zu Beginn diesen Jahres auf den Umzug und Zusammenzug mit meinem Freund, der mich zu einem #hach-Sturm veranlasste.

Nun ist es endlich soweit und der erste richtige Urlaub seit Jahren steht an. Das letzte Mal war ich kurz nach dem Abi im Urlaub und das ist mittlerweile gute 10 Jahre her (verdammt...). Alle anderen Reisen hatten Ausbildungsziele und dienten aufgrund von erheblichem Lernaufwand und Forschungstätigkeit allem aber mit Sicherheit nicht der Entspannung.

Nun sind es nur noch 2 Tage und es geht endlich wieder los. Ganze zwei Wochen habe ich nichts zu tun, als mit meinem Freund das Leben zu genießen und gemütlich in die Pedale zu treten. Die erste Etappe wird wohl etwas weiter, ist dafür aber auch sehr schön und flach. In 10 Tagen wollen wir mit unseren frisch erstandenen Stahlrössern nach Marseille fahren. Wenn es schneller geht, haben wir mehr Zeit in Marseille, wenn es länger dauert weniger. Ist aber auch völlig egal, denn die Zeit wird reichen und die Rückfahrt ist (leider) auch schon gesichert.

Der erste Urlaub seit 10 Jahren, ich krieg mich kaum wieder ein. Eine unglaubliche Vorfreude, ich wünschte, ihr könntet sie spüren.

Montag, 19. Mai 2014

Diese Diskussion über Erfolg

Inspiriert von einer Abbildung, habe ich letzte Woche folgenden Tweet/Post
in meine Timeline geworfen. Der Post rief auf Facebook eine längere Diskussion über Erfolg und Scheitern hervor, was mich zugegebenermaßen etwas überrascht hat. Eigentlich musste das nur mal kurz raus.

Was hat mich aber an diesem Bild so sehr gestört? Eigentlich gleich mehreres. Der eine Punkt ist, dass diese Abbildung suggeriert, dass Scheitern ein zwangsläufiger Teil des Weges zum Erfolg ist - eigentlich nur ein Knick in der Laufbahn. Dem ist nicht so! Scheitern bedeutet einen Endpunkt und ist alles andere als ein Teil der Erfolgslaufbahn, schön, sexy und was da sonst noch alles für Blüten kursieren. Scheitern tut weh und sollte als Endpunkt ohne weitere Aussichten anerkannt werden dürfen. Wenn ich auch noch beim Scheitern unter Erfolgsdruck stehen soll, bekomme ich schon beim Gedanken daran einen Schreikrampf. Es kann ja sein, dass aus der Erfahrung eines Scheiterns etwas heranwächst, was ich persönlich als Erfolg empfinde oder was andere als Erfolg an mir empfinden - muss aber nicht und ist in diesem Moment auch vollkommen egal.

Der zweite Punkt ist, dass impliziert wird, es sei klar was Erfolg ist. Ich habe damit so meine Probleme. Ist Erfolg etwas, was ich für mich persönlich definiere? Wenn ja, warum muss man ständig darüber reden und warum wird das im Allgemeinen so wichtig genommen? Wieso gibt es Unmengen an Beratungsliteratur (dieses Genre ist dabei ein Thema für sich - grmpf), wenn Erfolg doch etwas individuelles ist?
Wenn es hingegen nichts persönliches ist, frage ich mich, warum ich danach streben sollte, erfolgreich zu sein. Gibt es irgendeinen wirklich objektiven Vorteil oder geht es nur darum, Leute zu beeindrucken, die einem menschlich eigentlich egal sind? Oder ist es einfach so, dass das ja so zu sein hat und damit einfacher ist, als zu hinterfragen?

Häufig höre ich von Bekannten, dass sie Menschen als erfolgreich einordnen, die eine gewisse Führungsposition im Job haben, gewisse akademische Titel tragen, gewisses Geld angehäuft haben, gewisses Haus gebaut haben und gewisse Ehe mit Kindern führen. Wie sich diese Menschen fühlen, bleibt dabei völlig außen vor. Die meisten Leute, die sich in solchen Leben mit klaren Verläufen befinden, brechen irgendwann aus und wissen gar nicht woraus und warum - denn eigentlich war ja alles in Ordnung und man war ja erfolgreich. Dann heißt es auf einmal, Erfolg ist nicht alles. Aber war das Erfolg?

Ich persönlich verfolge keines dieser Ziele explizit. Es gibt Momente, in denen sich das verdammt komisch anfühlt, denn es wird von vielen erwartet dass ich weiß, wo das alles hinführt. Nö, weiß ich nicht! Und das ist OK so. Bislang ist mir mein Leben noch nicht um die Ohren geflogen, nur weil ich keinen Masterplan habe. Dafür hat es aber immer mal wieder Wendungen genommen, bei denen ich mich erstmal sehr gründlich umschauen musste, um mich wieder zu orientieren. Das mag ich, das macht mir Spaß und ich habe keine Lust, mir diese Kreativität durch Erfolgsdruck und ständigem Verfolgen von Zielen selbst zu zerstören. Und nein - das ist kein Ziel, sondern ein Verlauf.

Sonntag, 11. Mai 2014

Eine Zugfahrt...

Ursprünglich war hier ein Blogpost zur re:publica gelant, bei der ich letzte Woche war, aber der muss noch wachsen. Diese drei Tage waren so intensiv, dass ich erst noch entscheiden muss, was hier verarbeitet wird und wie.

Stattdessen kann ja durchaus auch mal der Weg zum Thema werden. Den meisten Menschen graut es vor langen Bus- und Zugfahrten - ich liebe sie. OK, der Hinfahrt hätte deutlich mehr Schlaf vorausgehen können, die Rückfahrt wäre ohne fette Erkältung deutlich entspannter gewesen aber seis drum.

Ich liebe es, in Ruhe Podcasts zu hören und da meine Freizeit sonst mit unglaublich vielen anderen Dingen vollgestopft ist, die ich ebenso genieße, lagert bei mir ein unermesslicher Podcastschatz, der nur darauf wartet, von mir gehoben zu werden - und der wird täglich größer.

Da ein Hang zur Reisekrankheit hindert mich glücklicherweise daran, im Bus und Zug zu lesen, also komme ich endlich dazu, mich in den Untiefen meines Schatzes umzusehen und bin immer wieder begeistert: So viele neue spannende Themen und dabei völlig entspannt in die Landschaft schauen. Ja, ich liebe lange Zugfahrten.

Sonntag, 13. April 2014

Gerade so #hach

Seit Anfang dieses Monats ist es soweit. Ich konnte es schon im März kaum erwarten und seit ich mein Hab und Gut in diese neuen Räumlichkeiten verfrachtet habe, will ich davon schreiben. Allerdings war die ganze Zeit über recht viel zu tun (Umziehen, Halbmarathon, Lernen...) und kaum Zeit, sich dem Bloggen zu widmen.
Da ich aber sowieso lieber in die Kasse der Ironblogger einzahle, als halbherzig in letzter sonntäglicher Minute ein paar Zeilen zu kritzeln, ist das auch in Ordnung so.

Umziehen an sich, das Kisten schleppen und alles was dazu gehört ist ja einigermaßen ätzend, aber: der Umzug ist getan! Mit drei wunderbaren Menschen, dem Liebsten mitten darunter, sind wir in das neue Häuschen eingezogen und fühlen uns wohl. Endlich habe ich mal wieder das Gefühl, wirklich zu Hause zu sein und sehe den nächsten Umzug noch nicht direkt vor der Nase. Die Freude wird vom Frühling in Verbindung mit einer Süd-Ost-Terasse noch verstärkt. Oh, und hab ich vergessen, dass wir auch ein wenig Seeblick haben? Ich liebe das neue Heim und auch die Mitbewohner sind toll - einfach zum gern haben und wohl fühlen - einfach so #hach!

Dazu kommt der Frühling an sich. Besseres Wetter, die Knospen verwandeln sich in Blätter, die ersten Blumen kommen heraus, im Wald riecht es wunderbar und zwitschert nur so vor sich hin. So macht Training Spaß! Der Halbmarathon in Freiburg wurde mit einem superbreiten Grinsen im Gesicht geschafft und nun kann ich mich auf den Lauf in Dresden freuen. Damit ist auch das Leistungsdebakel vom letzten Jahr gebrochen und ich hab Spaß dabei - einfach so #hach!

Oh, und bevor ich es vergesse: ich entdecke gerade unglaublich viele alte und neue Interessen. Wenn ein Tag nicht so verdammt kurz wäre, könnte ich 48 Stunden am Tag ohne Unterbrechung lesen, schreiben, laufen, kochen, essen, trinke, radfahren, wandern, geocachen (steht auch schon lang mal wieder auf der Liste) und mich sonst so mit tollen Menschen treffen. Auch der Couchsurfing-Stammtisch bringt dabei immer wieder neue Inputs. Aber ich fürchte selbst 48 Stunden wären knapp dafür - also setz ich mich gleich einfach auf die Terasse in die Sonne, trink ein Bier und freue mich des Lebens. Und dieses Leben ist gerade so #hach!

Mittwoch, 26. März 2014

Weltentrennung

Immer wieder kommt es zu Äußerungen welche virutelle und reale Welten betreffen. Besonders häufig kommen diese Äußerungen im Zusammenhang mit Politik. Da alles, was im Netz vor sich geht als virtuell betrachtet wird und diese Welt strikt von der Realität getrennt wird, werden Bemühungen, Digitales in die Politik zu integrieren häufig belächelt. So wirklich kann ich mit dieser Trennung nichts anfangen.  Zum Einen hab ich Probleme mit der Begrifflichkeit "Realität", zum anderen verstehe ich nicht, weshalb Virtuelles nicht real sein kann. Ein weiterer Punkt betrifft die Trennung selbst.

In der Übersetzung ist Realität die Wirklichkeit und als solche nicht von den Wünschen und Überzeugungen von Individuen abhängig.
Nun ist es aber so, dass die definierte Realität durchaus vom individuellen Wahrnehmungsvermögen abhängt. Selbst wenn ich als Realität nur das annehme, was wissenschaftlich erweisen ist, so bleibt es nur so lange real, bis es widerlegt ist und von einer neuen Realität ersetzt wird.
Das Wahrnehumgsvermögen eines Menschen bildet sich unter anderem aus der Sozialisierung, Erfahrung und Sprache. Dinge, die in der Erfahrung und Sprache eines Menschen nicht vorkommen, können auch schlecht in dessen Wahrnehmung vorhanden sein.
Auf der anderen Seite werden Dinge aufgrund derselben Dinge als real angenommen, obwohl sie soziale Konstrukte sind. Zu diesen Dingen gehören Landesgrenzen, Nationalitäten, Ehen, Blutsverwandtschaften, Eigentum, Farben und vieles mehr.

Virtuell hingegen definiert sich als scheinbar und nicht real/physisch vorhanden. Häufig wird der Begriff im Zusammenhang mit Onlinemedien benutzt, welche Welten konstruieren, die "nur" in bestimmten Spielen exisiteren oder auf virtuelle soziale Netzwerke in welchen Kontakte unabhängig von realen Gegebenheiten existieren. Es mag durchaus sein, dass die virtuellen Gegebenheiten sich nicht (immer) in den realen widerspiegeln, aber dennoch sind beide miteinander vernetzt und lassen sich nicht so leicht unabhängig  voneinander betrachten.
Die Trennung ist aus mehreren Gründen problematisch.
Zum Einen ist Realität etwas höchst Subjektives und zum anderen ist das sogenannte reale Leben in hohem Maße von Digitalem durchzogen. Damit meine ich nicht nur die Präsenz von vielen Menschen in virtuellen sozialen Netzwerken, sondern unter anderem auch die Wege von Geld. 
Die virtuelle Präsenz von Menschen muss nicht unbedingt der außervirtuellen entsprechen und kann dieser auch vollkommen entgegenstehen. Auch werden virtuelle Persönlichkeiten in sozialen Netzwerken häufig ohne eine Entsprechung in der Realität zu haben. Insofern ist es nachvollziehbar, beides voneinander trennen zu wollen. Allerdings spiegelt eine strikte Trennung häufig keine tatsächliche Trennung wider. In einigen sozialen Netzwerken wie Facebook basieren die digitalen Kontakte auf "echten" Begegnungen, so auch die Kommunikation zwischen den Beteiligten. Auf anderen sozialen Netzwerken wie Couchsurfing oder Karrierenetzwerken wie Xing in werden digital Kontakte geknüpft werden, die sich in der Realität wiederfinden sollen. In beiden Fällen ist es zwar möglich, rein fiktive Personen zu entwerfen, aber auch in diesem Fall haben die Handlungen von fiktiven Personen Auswirkungen auf die Menschen, mit denen sie interagieren und sind reales Mittel der Kommunikation und Handlung ihrer Schöpfer. Ein weiterer wichtiger Punkt für eine Überschneidung ist virutelles Mobbing, was enorme Auswirkungen auf die Lebensrealität von Betroffenen hat.
Im Fall von Online-Spielen werden zwar Realitäten entworfen, die nicht in da zu verorten sind, wo der Rest der Gesellschaft sich gerade befindet, aber auch da sind Überschneidungen zwischen virtuell und real zu finden. Zum Einen orientieren auch diese Welten sich am Vorstellungsvermögen der Schöpfer und spiegeln damit Teile der Realität wider, zum anderen agieren in diesem Spielen reale Menschen, die sich mitunter auch real zum Spielen oder auf Conventions treffen. Auch werden durch die vielfältige Interaktion und schnelle Perspektivenwechsel im Onlinespiel ganz reale Fähigkeiten geschult.
Interessant ist auch die Betrachtung von Geld. Zwar verbringt man einen nicht unerheblichen Teil seines Lebens damit, es zu verdienen und benötigt es, um ganz reale Bedürfnisse zu befriedigen allerdings steht sein Wert in ziemlich fiktivem Verhältnis zu den Bewerteten Tätigkeiten und Gütern. Auf welcher Logik, basieren sonst die unterschiedlichen monetären Bewertungen von Arbeit und Gütern?

Da beide Sphären sich in vielen Punkten überschneiden und in Wechselwirkung stehen, halte ich eine strikte Trennung von virtueller und realer Welt für fiktiv. Die gegenseitige Durchdringung von beidem und die wachsende Bedeutung von sozialen Medien als Interaktionsplattformen und die Auswirkungen der zugehörigen Technologien auf das Leben von Menschen sollten Grund genug sein, dieses Thema ernsthaft in den gesellschaftlichen Diskurs zu integrieren. Wer selbst auf Twitter unterwegs ist, bloggt oder Blogs liest hat vermutlich den Eindruck, dass dem länst so ist - aber eine sehr komplexe und vielfältige Realität bedeutet auch, dass jeder in seiner eigenen Wahrnehmungsblase ist. Gespräche mit Menschen, die sich weniger intensiv mit den Möglichkeiten des Internets befassen zeigen, dass die Ausweitung der Realität auf das Virtuelle sehr geringen Raum im Diskurs hat. Das liegt unter anderem an der Art, wie gesprochen wird. Entweder wird digitale Kommunikation lächerlich gemacht, oder in einer Sprache gesprochen, die von den Angesprochenen nicht verstanden wird.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Ein schönes Jahr

Diesen Blogpost hab ich schon länger im Kopf, allerdings wollte ich ihn nicht vor Silvester schreiben - wer weiß, was so ein Jahr sich zum Abschied noch so einfallen lässt, wenn man es zu früh lobt.

Die letzten beiden Jahre sind für mich ziemlich fließend ineinander übergegangen. 2012 war denkbar besch.... und hat das eine oder andere auch noch in die Anfänge des neuen Jahres eingestreut und 2013 kündigte sich schon im alten Jahr durch gute Anfänge an. Klingt unglaublich albern, kam mir aber wirklich so vor.

Eines der Dinge, die mir in diesem Jahr begegneten und schon 2012 ihren Anfang nahmen war die Odyssey of Failure. Dieses Barcamp hat die wunderbare Regine ins Leben gerufen und ich habe es mit ihr und weiteren zwei Freunden mitorganisiert. Im November 2013 fand es seinen Abschluss in der c-base in Berlin. Es war toll, ich habe jeden Tag genossen, es hat weitere Dinge in meinem Leben angestoßen und mich sehr intensiv und fruchtbar zum Nachdenken gebracht. Ich freue mich sehr auf die zweite Odyssey 2014.

Auch meine Arbeitslosigkeit fand im Jahre 2013 ihren Abschluss. Zwar nicht in einem Traumjob, aber ich bin sehr zufrieden und habe auch dort sehr tolle Menschen kennengelernt. Dieses Ende der Arbeitslosigkeit hat zur Folge, dass ich endlich einige Sorgen weniger habe und etwas freier leben kann - Geld beruhigt halt doch ungemein, auch wenn es wirklich nicht das Wichtigste ist.

Im Jahr 2013 fand der Couchsurfing-Stammtisch in Konstanz seinen Anfang und mir sind unglaublich interessante Leute begegnet. Diese donnerstäglichen Treffen sind mir inzwischen sehr wichtig und ich geniesse jedes davon. Auch die #tweetUPs in Konstanz waren immer wieder toll - danke an euch alle.

Etwas anderes ist in diesem Jahr allerdings meine sportliche Leistung - obwohl ich sagen muss, dass die Konsequenz, mit der ich weniger Leistung als geplant erbrachte auch schon erwähnenswert ist:
  • Marathon in Dresden: bei Kilometer 32 abgebrochen
  • Halbmarathon in Stuttgart: aufgrund einer bösen Wadenzerrung gar nicht erst angetreten
  • Marathon in München: planmäßig bis zur Halbmarathonmarke gekommen, dann ausgestiegen
  • Halbmarathon in Tübingen: bei Kilometer 12 abgebrochen
Fühlt sich aber gar nicht soooo mies an und die Folge dieses konsequenten Abbrechens und Scheiterns ist ein Trainingsplan für nächstes Jahr - ich freu  mich schon drauf.

Und nicht zu vergessen: die corn-natter wurde in diesem Jahr geboren - mit Regine und Sabine als Geburtshelferinnen. Inzwischen bin ich mit ihr mit großer Freude Ironblogger. :D

Alles in allem: es war ein phantastisches Jahr, es hat sich sein Ende redlich verdient, ich werde es in guter Erinnerung behalten und freue mich aufs Nächste.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Wohlige Kälte

Eigentlich war es schon immer so, dass ich mit einigen Minusgraden wesentlich mehr anfangen kann, als mit dieser seltsamen Temperaturspanne zwischen 0 und 5°C. Bei Temperaturen unter 0°C kann man alle aufwärmenden Tätigkeiten erst so richtig geniesen. So zum Beispiel heute:

Wir erwachten und beim Blick aus dem Fenster zeigten sich Raureif und Sonne. Tolle Kombination - kalt und dennoch schön.
Zur Feier des Tages - immerhin war ja der 1. Advent - wurde eine Riesenportion Spekulatius und Kaffee mit Baileys verfrühstückt. Als dies zur gewünschten Entspannung geführt hat, schnappten wir uns die Räder und fuhren zum Adventsglühwein in einem der schönsten Biergärten der Stadt: bei Lagerfeuer lecker Angegrilltes, fantastischen Kuchen, Muffins, Musik und Glühwein.

Nachdem wir dies ein wenig genossen haben und auch die Musik eine Pause machte, sind wir weiter in ein thailändisches Restaurant um den noch verbleibenden Hunger zu stillen. Ich kann nur sagen - sehr lecker. Die Würze ist bei den milderen Gerichten sehr abgerundet, die Zutaten frisch, die Bedienung freundlich und für Leute, die es wie ich schärfer mögen: yummy. Nach dem Essen war ich so richtig schön von innen durchgewärmt. Das war auch gut so, denn aufgrund eines Plattfußes am Hinterreifen, mussten wir die Räder zur Therme schieben.

Dieser Fußmarsch sorgte dafür, dass die Saunawärme auch schon wieder nötig war. Bereits in weiser Vorraussicht gebucht war ein Massagetermin. Bei dieser Massage waren wir schon das zweite mal und wurden wieder wunderbarst geknetet. Anschließend die Muskulatur bei verschiedenen Aufgüssen noch einmal ordentlich durchwärmen und fertig ist der perfekte Sonntag.

Ich liebe es, an Sonntagen frei zu haben - die werden fast immer fantastisch. :D

Sonntag, 17. November 2013

Die Welt scheint manchmal aus der Ziffer 2 zu bestehen

In letzter Zeit komme ich immer mal wieder mit dem Konflikt zwischen realem Leben und gesellschaftlicher Werteordnung in Berührung. Ganz aktuell war das eine Reportage über intersexuelle Menschen und die Feststellung, dass eine lesbische Freundin jetzt wohl hetero sei, weil sie sich in einen Mann verliebte.

Da stellt sich mir die Frage, weshalb immer alles in zwei Teilen konstruiert wird. Wieso sind die Zwischenräume so selten wahrnehmbar und werden noch viel seltener diskutiert? Es gibt bisexuelle Menschen und es gibt noch viele andere Orientierungen im Raum der Sexualität. Für all diese eine Kategorie zu finden, dürfte sich schwierig gestalten und ist auch gar nicht notwendig - geht es doch eigentlich immer nur exakt die beteiligten Personen etwas an.

Auch in Sachen Geschlecht und Gender ist die Zuordnung nicht immer klar. Ich persönlich empfinde es als großen Schritt nach vorn, dass die Kategorie Geschlecht nun nicht mehr zwingend im Pass stehen muss. Ich halte eine derartige genaue Zuordnung im Übrigen auch für irrelevant. Die meisten Menschen definieren sich nicht allein durch das Vorhandensein von Genitalien. Dass die Zuordnung so wichtig ist, entspring eher einem gesellschaftlichem Konstrukt, welches nur bedingt der Realität entspricht.

Aber nicht nur in Form von bipolaren Oppositionen dominiert die "2" unsere Welt. Auch in sozialen Beziehungen sticht sie hervor. Es können laut gesellschaftlichem Konstrukt immer nur exakt zwei Menschen in einer intimen Beziehung sein. Nur zwei Menschen erziehen die Kinder, beste Freunde sind auch immer nur zwei.
Ich für meinen Teil finde das komisch. Es ist noch nicht vorgekommen, dass eine Person in meinem Leben weniger wichtig geworden wäre, nur weil eine andere Person dazukommt und gleichermaßen wichtig für mich ist.

Die Organisation des Lebens in ein bipolares Gerüst ist recht einfach, um "Werte" und "Ordnung" zu schaffen. Allerdings kenne ich (neben mir) verdammt viele Menschen, denen dieses Gerüst einfach zu eng ist. Das hat dabei nichts mit Werteverfall zu tun. Egal wie man ist, (sich) fühlt oder wen/wie viele man liebt: wichtig ist eigentlich nur, dass man das ehrlich tut.

Ich fände es schön, wenn weniger auf diese bipolaren Ordnungen geschaut würde. Wenn man versuchen würde, Menschen erst kennenzulernen, bevor man sie anhand von scheinbar offensichtlichen Merkmalen einordnet. Ich mag diese bipolare Ordnung nicht und ich kenne wenig Menschen, die in diese hineinpassen. Leider orientieren sich auch viele Menschen, die nicht in die bipolare Welt passen an deren Wertordnung, was wiederum zu Unehrlichkeit führt. Schade.

Sonntag, 10. November 2013

Überbordend

Während der Odyssey of Failure in Berlin habe ich unglaublich interessante Menschen getroffen, sehr inspirierende Gespräche geführt und vor allem haben einige der Sessions ein inneres Umrühren in mir bewirkt.

Die Folge war, dass ich vor Energie strotzend nach Konstanz zurückgekommen bin und das Bedürfnis hatte und habe, alles gleichzeitig, jetzt und sofort anzufassen. Das betrifft die Literaturrecherche zu einigen spannenden ethnologischen Themen, Weiterbildungsvorhaben in so technischen Dingen (man wird sehen, was draus wird. Auf jeden Fall macht es Spaß), einige Themen, die ich mit Freunden, Bekannten und meinem Partner ansprechen will, mein Lauftraining (immerhin will man den nächsten Lauf ja wieder finishen), diverse andere Aktivitäten und dann natürlich noch so ein paar nervige Kleinigkeiten, die man machen muss, obwohl man nicht will.

Infolge dieser ganzen Vorhaben habe ich in einer einzigen Woche geschlagene 180 € für Bücher ausgegeben, die ich zum Großteil auch schon mit großer Faszination angelesen habe, meinen PC mit vielen neuen Dingen versorgt, mir einen gehörigen Muskelkater verpasst und recht wenig geschlafen. Zu den notwendigen aber unangenehmen Dingen bin ich natürlich nicht gekommen - geht ja nächste Woche auch noch...

Nächste Woche geht es wieder genauso weiter, nur dass die vorerst im Zeichen der notwendigen und unangenehmen Dinge stehen wird, bevor ich all dem nachgehe, wofür ich gerade mordsmäßig motiviert bin.

Danach werde ich wohl irgendwann mal realisieren müssen, dass ich meine Motivationen und Ziele in eine vorgegebene Realität einorden muss. Das wiederum betrifft die sehr begrenzte Stundenanzahl des Tages (24 find ich echt mager), meinen Geldbeutel (so toll Bücher und so auch sind), meine eigene Hirnkapazität und die persönlichen Grenzen von Freunden und Bekannten - die können auch nicht alles aufnehmen, was bei mir gerade so rumspukt.

Samstag, 19. Oktober 2013

Mein erster Geocache

Dieses Jahr scheint absolut das Jahr der neuen Erfahrungen in meinem Leben zu sein. Erst werde ich im Frühjahr durch eine liebe Freundin in die Welt des Internets mit Social Media entführt, fange an zu bloggen und besuchte mein erstes Barcamp. Nun fange ich dank derselben Freundin mit dem Geocachen an. Alles zusammen ausgesprochen geniale Erfahrungen.

Jene Freundin ist mit ihrem Freund glücklicherweise auf ein verlängertes Wochenende zu Besuch und somit ist genügend Zeit, das Neue ausführlich zu erproben und zu genießen.

Der erste Cache war fantastisch! Wir haben das eigentliche Ziel zwar nicht gefunden, aber dennoch eine sagenhaft tolle Nacht gehabt.
Wir begaben uns pünktlich nach Feierabend (0:00 Uhr) zu einer Burgruine mitten im Nirgendwo an einem Bodenseezipfel. Der Mond war fast voll und ersetzte beinahe die Taschenlampen. Bei sternklarem Himmel begaben wir uns auf die Suche nach dem ersten Punkt auf der Reise und entschlüsselten so einige Koordinaten. Die verschiedenen Stationen waren sehr liebevoll und aufwendig gestaltet, dass die Suche auch bei Schwierigkeiten eine echte Freude war. Ein Gelände auf diese Art zu erkunden hat etwas sehr Tolles.
Nach einigen Stationen konnten wir die Rätsel zwar leider nicht mehr lösen und verloren demnach die Spur und konnten auch den finalen Cache nicht mehr loggen, aber ein Spaziergang durch die Ruine und der Ausblick über den See waren so großartig, dass das kaum noch wichtig war.

Bei sternenklarem Himmel befanden wir uns auf dem Gipfel eines Berges inmitten eines alten, verfallenen Gebäudes und hatten einen sagenhaften Ausblick. Auf der einen Seite finsterer Wald mit gelegentlich leicht beleuchteten Häuschen, auf der anderen Seite der Bodensee, über welchem sich der Nebel langsam entwickelte. Traumhaft.

Mit diesem ersten Cache bin ich definitiv infiziert - auch wenn wir ihn eigentlich nicht gefunden haben.